Sprinter – Umrüstung auf BFGoodrich

Warum der AT von BFGoodrich?

Weil es einfach besser aussieht …  Fertig!
Zugegeben, der BFGoodrich-AT-Reifen hat sicher eine “schnörkellosere” Optik, aber folgende Aspekte haben mich wohl auch bewegt …

Vorteile

  • durch mehr Umfang ca. 3 cm mehr Bodenhöhe
  • bessere Traktionseigenschaften, also mehr Grip – AT heißt All Terrain …
  • Schneeflocke (wenn es auch kein wirklicher Winterreifen ist – ich fahr ihn ganzjährig) und damit der Entfall des Wechsels zwischen Sommer- und Winterreifen
  • wesentlich höhere Laufleistung als gewöhnliche Reifen (meinen letzten AT habe 65 TKM gefahren)
  • weltweiter Ersatz

Nachteile

  • erhöhtes Laufgeräusch (da ich bereits seit bestimmt 10 Jahren AT’s fahre, hör’ ich das nicht mehr, zumal der Camper ohnehin kein leiser Cruiser ist …
  • schlechterer Seitenhalt (durch mehr und weicheren Gummi)
  • schlechteres Bremsverhalten auf normalen Strassen
  • mehr Gewicht, schließlich erhöhter Dieselverbrauch (vielleicht 0,5 l)

Wie man es sieht Vor- oder Nachteil ist, dass die Achsübersetzung länger wird.
Sprich man kann weniger KM/H schneller fahren und büsst etwas Leistung ein.
Lest hier in Sachen Sprinter und Achsübersetzung.

Wie?

Der BFGoodrich 245/75 R16  (Link zu Amazon) wird auf die Serienfelge montiert.
Hier ändern sich Breite UND Höhe. Die Breite stellt überhaupt kein Problem dar. Da passt noch wesentlich mehr unter’s Blechkleidchen.
Problematischer ist die Höhe. Damit ändert sich der Abrollumfang.
Der Tacho zeigt im schlimmsten Fall weniger an, was nicht zulässig ist.
ACHTUNG: Ihr verliert die Zulassung und damit auch die Versicherung, wenn ihr diese Änderung nicht eintragen lasst.

Folgende Reihenfolge gilt hier:
1. Mercedes Benz – Händler >>> Änderung des Steuergerätes, die Reifengröße des BFGoodrich 245/75 R16  ist bereits vorgesehen. Auch als “Nato-Bereifung” bekannt.
2. TÜV >>> Steuergeräte-Änderung abnehmen lassen!
3. Zulassungsstelle >>> Änderungen eintragen lassen!
WICHTIG: Überlegt euch, was ihr tut – wollt ihr zur Serienbereifung zurück, beginnt das Prozedere von vorn, da diese Größe dann nicht mehr in der Zulassung steht.
Anbei der Eintrag in der Zulassung.

Fazit

Würd’ ich jederzeit wieder machen.

Lest auch hier – “Allgemeines” zum Hymer Grand Canyon S, 4×4!
Fragen beantworte ich gern – nutzt das Kommentarfeld!
Ps. Maximal soll wohl der 265-er auf der Serienfelge möglich sein.

7 Kommentare

  1. Super, endlich mal Informationen. Wir haben unseren im Jan. 2017 bestellt und in den nächsten Tagen soll er kommen…;-).
    319 CDI und bei der Berechnung der Zuladungsmöglichkeiten müssen wir uns wohl überraschen lassen. Aber ich schweife ab…
    Kannst Du mal schreiben, wie hoch so ca. der Verbrauch liegt?
    MfG und großem Dank, Oliver

  2. Willkommen im Club – Oliver. Zum Verbrauch habe ich hier schon mal geschrieben: https://blog.gaens.com/erfahrungen-tests-hymer-grand-canyon-s/

    In Summe ist zwischen 9,0 und 14/15 l auf 100 km alles möglich. Bei 9,0 rollst du dem Windschatten der LKW‘s hinterher, 15 l bei Vollgas, ca. 150/160 km/h. Ich brauch immer so zw. 11 und 12,5 l lt. Bordcomputer. Ob die Anzeige mit den 245ern noch richtig liegt, weiß ich natürlich nicht. Will das auch nicht „auslitern“ 🙂
    Viele Grüße, René

  3. Hallo Rene
    habe es jetzt gefunden. Sorry. Bin ehrlich positiv überrascht, um nicht zu sagen “völlig aus dem Häuschen”, endlich Deinen Block gefunden zu haben.
    Genial
    Vielen Dank,
    Werde mal die 319ér Verbrauchswerte hier melden, wenn ich diese ermittelt habe und auch das Mehrgewicht, wenn Du nichts dagegen hast.
    Viele Grüße von der A1
    Oliver

  4. Hi Oliver, kein Ding 🙂
    DANKE für die Blumen, dass freut mich natürlich!
    Und na klar, share hier gern deine Erfahrungen – so soll es doch sein. Da haben alle was davon …
    Viele Grüße, René

  5. Hallo,
    ich will noch einen unerwähnten Aspekt beitragen: zu den Positiva fehlt noch, dass Deine neuen Reifen bei Bedarf mit sehr niedrigen Druck gefahren werden können (1,5-2 bar).

    Noch eine Ergänzung aus meiner Erfahrung, sollte jemand auf andere Reifen wechseln wollen und evtl. danach noch eine Auflastung in Erwägung ziehen, bitte erst die Auflastung mit der UBB mit der Originalbereifung eintragen lassen! Danach besteht hierfür keine Chance mehr. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung (UBB) gibt es nur für die Orginalschlappen. Ist die Auflastung aber schon eingetragen, fragt nach einer Reifenümrüstung kein Mensch mehr nach dem ZGG.
    Viele Grüße
    detlev

  6. Hi René, die Bodenfreiheit vergrößert sich um ca. 1,5cm – die 3cm sind die Vergrößerung im Durchmesser.
    Grüße
    Michael

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