Montage der Solaranlage auf dem Grand Canyon S

Welchen Platz habe ich auf dem Dach des Hymer Grand Canyon S?

Die Solaranlage, besser das Solarmodul, soll auf’s Dach. Ideal wäre recht mittig, um das Gewicht optimal zu verteilen. Ich habe mich (siehe Skizze) für die Montage quer zur Fahrtrichtung entschieden. Längs auf der Beifahrerseite würde auch passen.
Mein Modul hat 130 Watt und misst 675 x 1290 mm.
Später will ich den Platz zw. dem hinteren Heki und dem Modul für das Ersatzrad nutzen. Das überlagert ein klein wenig die Platte. Dazu in einem separaten Beitrag mehr.

Hier meine Skizze mit den Maßen auf dem Sprinter-Dach.
By the way – ich weiß eine “technische Zeichnung” sieht anders/besser aus … 😉
Zumal sie auch zwischen Zentimeter und Millimeter wechselt. Das werd’ ich mal nacharbeiten. Irgendwann.

Planung Solar-Anlage Hymer Grand Canyon, Maße Dach
Planung Solaranlage Hymer Grand Canyon, Maße Dach

Bestellung der Solaranlage – was brauch’ ich?

130 Watt Solarmodul, entsprechend dem Platz auf dem Dach – 129 x 67 cm*, Polykristallin – um wirklich den letzten Strahl Sonne zu nutzen …
Votronic MPP 165 Solarregler * – die MPP-Serie holt ebenfalls das Maximum raus …
– Votronic LCD-Solar-Computer S für MPP- und SR- Serie* – nur für den Kontrollen-Freak in mir, so kann man immer mal ablesen, was vom Dach kommt. Für Anfänger absolut empfehlenswert! So lernt man recht schnell, wie man sein Auto parken sollte, um Ertrag zu haben …
– Votronic Temperaturfühler /-sensor für Duo-Laderegler* – denke/hoffe, dass da nichts passiert. Der Fühler ist einfach der “doppelte Boden” für mich.
– Votronic – EBL Anschlusskabel – bei den 4 bunten Buchstaben bestellt …  Damit schließt ihr den Laderegler auf dem schnellsten Weg an. Siehe Bild!
– Verbindungskabel 4mm² 12m Solarkabel Anschlusskabel PV Kabel* – super Kabelqualität, allein die Ummantelung schenkt Vertrauen.
– Sikaflex Kartusche 221, 300 ml, Uniweiss* – für meine Montage habe ich genau eine Kartusche gebraucht. Also knapp eine – und ich spar’ nicht damit …
– Sicherungshalterung –aus Bestand
– Schrumpfschlauch und Kleinteile – aus Bestand
– Alu-Winkel-Profil – für die Montage quer zur Fahrtrichtung reicht der Platz, auf dem Dach, nicht für Spoiler. Daher habe ich Winkel-Profil aus Aluminium verwendet, auch weil der Winkel* einfach schöner aussieht.
Diesen hier habe ich mir angepasst:*
Das Profil hat die Abmaße 70x30x3 mm, bei einem Meter Länge. Das passt “randgenäht” auf’s Dach.

Solaranlagen-Vorbereitung ab Werk – Kabelsuche im Hymer Grand Canyon, Sprinter

Gleich vorab – irre, was sich der Hersteller hier denkt …
Die Kabelsuche dauert länger als die eigentliche Montage der Solaranlage.
Das Kabel endet in Nähe des EBL’s. Perfekt. Es sind 2 einzelne Kabel in Rot und Schwarz. Nur wenn man genau hin sieht, erkennt man die Beschriftung auf dem Kabel.
So weit, so gut.
Das andere Ende habe ich hinter Bild 3 erhofft. Oder zwischen Badwand und Hängeschrank über der Dinette. Vergiß es, René! Es hätte so leicht sein können …
Nun “kann” man den hinteren Hängeschrank (Fahrerseite) demontieren und dann auch das Kabel finden. Das war mir einfach zu aufregend, zumal es den Einzug von Geräuschen dienlich sein könnte. Also habe ich die Kabel ab der Ecke unter den Lautsprechern (Bild 01) getrennt, um sie anschließend wieder zu verlängern. Die Verlängerungen habe ich, mit viel viel Geduld in der Aluschiene – in welcher die LED’s sitzen – in Richtung Badwand geschoben. Beim 26. Anlauf kamen sie dann auch zwischen Hängeschrank und Badwand raus. Genau da soll auch das Loch durch das Dach gehen.
Am früheren Kastenwagen habe ich die Solarkabel schon mal durch den Rand des Heki’s geführt, um mir so die Bohrung durch das Dach zu ersparen. Das ist beim Sprinter leider nicht möglich.
In Summe habe ich dafür bestimmt 3,5 Stunden gebraucht – hoffe, bei euch geht es nun etwas schneller …

Sorry für die Qualität der “iPhone-Bilder” – es musste schnell gehen 😉

Die eigentliche Montage

Zuerst die Bilder, nachfolgend meine Erklärung.

Begonnen

… habe ich mit dem Anpassen der Alu-Profile*.
Vorn eher super “dynamisch”, so wird vielleicht der ein oder andere Ast davon abgehalten, sich unter dem Solar-Panel zu verklemmen. Vielleicht.
Die Profile habe ich an’s Panel genietet. Dazwischen, ich hoffe inständig, das nie wieder lösen zu müssen, klebt “tesa Powerbond“*. Eigentlich würde das Klebeband reichen. Das klebt Hammer! Mein hinteres Kennzeichen wird nur richtiger Mühe das Blech verlassen 😉
Zurück.
Macht das zu zweit!
Ich habe allein, das vorbereitete Panel auf’s Dach gewuchtet, die Klebestellen markiert, dem Panel Holzkeile untergelegt, um die Klebeflächen mit Bremsenreiniger zu reinigen, um anschließend Sikaflex* aufzutragen. Keile raus und hoffen/bangen, dass es schön satt im Sikaflex* liegt. Es liegt!

Schritt 2

Erneut schwitzen/hoffen/bangen …
Das Loch durch’s Dach, in Hoffnung, an der richten Stelle raus zu kommen. Besser überhaupt raus, besser rein, zu kommen.
Nehmt die Masse aus den Bildern oben, dann landet ihr genau and er richtigen Stelle. Zwischen Bad und hinterem Hängeschrank.
Achtung – nur durch’s Blech bohren, nicht durch den Himmel. Das Kabel lässt sich dann recht leicht zwischen Dach und Himmel an die richtige Stelle führen.
Das Loch hat eine Rostvorsorge mit Brantho Korrux 3 in 1
* bekommen und wurde unter der Kabeldurchführung zusätzlich mit Dekalin* gedichtet. Da bin ich wohl Spießer … 😉

Alles andere erklären die Bilder!
Nicht vielleicht der Montage-Ort für den Votronic LCD-Solar-Computer*. Den habe ich einfach in der Abdeckung der Elektroeinheit des Sprinters gepackt. Nein glücklich bin ich damit nicht. Aber Lust, den ganzen Campervan (wegen eines einzigen Kabels) zu demontieren, habe ich noch nicht verspürt 😉

Tipp

Bei einer meiner ersten Arbeiten mit dem Lötkolben (und ich “löte” wirklich jedes Kabel, Kabeldiebe & Co. ist meiner Meinung nach Pfuscherei) im Wohnmobil kam es zu einer kleinen Überspannung. Diese hat sich darin geäußert, dass zwischen Lötspitze und Kabel (unter Spannung) Funken zu sehen war. Dabei ist mir bald die Luft weg geblieben …
Warum und weswegen – keine Ahnung, bin schließlich kein Elektroniker. Gleich wenn der Ossi ziemlich viel in einer Person sein kann 😉
Auf jeden Fall habe ich mir danach für knapp 50 EUR den Ersa-Gaslötkolbenim Bild gekauft. Das Teil funktioniert spannungsfrei – und zwar mit Gas. Der Hammer! Kein Verlängerungskabel mehr, auch das Löten unterwegs ist damit ein Gedicht … Das Gas ist ganz normales Feuerzeug-Nachfüllgas. Der Verbrauch ist nicht ohne, aber für Reparaturen oder gar der komplette Einbau von Radios, Alarmanlagen oder eben Solaranlagen und was ich noch – einfach ein geiles Tool, mit welchem ich die Solaranlage komplett “verlötet” habe 😉

Fazit

So viel Zeit (1,5 Tage) habe ich noch nie gebraucht, um eine Solar-Anlage zu montieren. Hoffe, ihr spart euch etwas Zeit durch meine Beschreibung 😉
Wie immer, habt ihr Fragen – ich helfe gern!
Einfach die Kommentar-Funktion nutzen, so haben alle etwas davon.
Was noch fehlt, sind meine Erfahrungen zur Leistung der Solar-Anlage – ich berichte, versprochen!
Folgt dem Beitrag und ihr erfahrt es!


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7 Kommentare

  1. Hallo, kleiner Tipp bzgl. Sika… nach Anbruch hält es über ein Jahr, wenn die Kartusche in Frischhaltefolie eingewickelt im Gefrierfach gelagert wird.

  2. … habe eine Bleibatterie. Lithium wäre schön, ist mir aber echt einen Tick zu teuer 😉
    Warum fragst du?
    Viele Grüße, René

  3. Weil ich mir überlege, eine Lithiumbatterie (LiFePo4) einbauen zu lassen. Aus Kapazitäts- aber vor allem aus Gewichtsgründen, ca 30 – 40 Kg weniger wäre schon was.
    Aber eben der Preis…
    Deswegen hätte es mich interessiert, ob du Erfahrungen damit hast.
    Viele Grüsse Martin

  4. … ja würd’ ich auch gern. Aber der Preis ist es mir nicht wert.
    Wenn ich mal Muse hab’ vermesse ich den, maximal zur Verfügung stehenden, Platz – vielleicht passt ja eine größere AGM.
    Für mein “Reiseprofil” passt es auch jetzt schon. Na klar, etwas Reserve wäre schon gut. Würd’ mir da aber lieber ein Notstromaggregat holen, dafür hätte ich auch anderweitig Funktion.
    Halt mich/uns gern auf dem Laufenden bezüglich deines LiFePo4-Projektes!
    Viele Grüße, René

  5. Moin, wollte mich mal für eure vielen Tipps bedanken. Hatte früher überlegt, ob man ein Wohnmobil mieten soll. Aber da wir schnell wussten, dass wir es häufig nutzen möchten, haben wir dann doch gekauft und mittlerweile dank eurer Anleitungen viel umgebaut. Danke sehr!

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