Malerweg – in 5 Etappen…

Malerweg – Logo …
Im Sinne von logisch. Logisch war für mich, als ich als Grafiker den Auftrag vom „Tourismusverband Sächsische Schweiz“ den Job erhielt, dem Weg in Form eines Logos ein Gesicht zu geben, genau diesen Wanderweg auch mal zu laufen.
1o Jahre später war es dann soweit …

Malerweg, Sächsische Schweiz, Elbsandsteingebirge

Ganz ehrlich… Mit Wandern hatte ich 2005 nicht viel am Hut… 😉
Ganz traurig. Aus heutiger Sicht. Genau deswegen bin ich den Weg auch endlich gelaufen.
Komplett. Ok – nicht am Stück.
Mit Rucksack, bester Laune, einem Quartier in der Mitte des Weges (Tipp: Haus Bohemia in Bad Schandau, vielen Dank Jana & Susi!) und René. Ja – René & René (der Kumpel aus alten Zeiten) sind den Weg zusammen gelaufen. Klar war – nicht wie empfohlen, in 8 Etappen.
Schneller sollte es gehen, in 5 Etappen. Aus heutiger Sicht würde ich es wieder so machen. Die Etappen waren zwischen 20 und 30 km lang. Man(n) hat den ganzen Tag Zeit  – also schafft man genannte Distanzen locker. Ein oder 2/3 Bier passen da immer ganz gut dazwischen. Wegen dem Ausgleich des sogenannten Mineralienhaushaltes der Wandervögel … Los gehts!
Hinweis für mobile User: Handy quer und ihr seht die Karte.

Malerweg – Etappe 01/05


Start: Liebethaler Grund
Ende: Markt Hohnstein
Stationen: Entlang der Wesenitz, vorbei am Richard-Wagner-Denkmal geht es in Richtung Uttewalder Grund. Über Wehlen (Tipp: Esst original Sächsische Eierschecke im Kaffee auf dem Markt!), zur Bastei – touristisch, völlig überbelichtetes, Highlight der Sächsischen Schweiz. Am Wochenende ist es auf der Bastei nicht möglich, nur einen Quadratmeter Natur für sich zu haben. Der Knotenpunkt für Bustouristiker…
Weiter geht es in Richtung Amselfall, schließlich zum, für mich Highlight des Tages – die Wolfsschlucht vor Hohnstein. Von Hohnstein lassen wir uns schließlich nach Bad Schandau shutteln. Die meisten Vermieter sind in der Regel auf die Verbringung vorbereitet …
Empfehlungen zu geeigneten Campingplätzen gibt es hier.
Der Tag klingt bei Wein aus – Fazit, der Hammer!

Malerweg – Etappe 02/05

Start: Markt Hohnstein
Ende: Kirnitzschtal am Beuthenfall
Stationen: Mit dem Abdruck des Kissens im Gesicht startet Tag zwei.
Tag eins wurde entsprechend gefeiert/gewürdigt, so ging es etwas schwerer los.
Um so größer war die Freude, an der frischen Luft sein zu können.
Unser Fahrer (Danke Micha!) setzte uns in Hohnstein ab, dort ging es direkt auf den Malerweg. Vorbei an der Gautschgrotte, Richtung Brand. Unterwegs haben wir Max getroffen, er war (von Berlin kommend) auf dem Weg nach Indien … So war der Kaffee-Plausch an der Brandbaude eher kurzweilig … Auf dem Weg – Alles Gute Max!
Weiter ging es „einige Stufen“ bergab, Richtung „Tiefer Grund“. Ein Stück entlang der Strasse, „Sense“ – im Volksmund genannt. Meine Großmutter hatte mir immer von der Sage um die „Sense“ erzählt. Zwei junge Männer hatten sich wohl mit der Sense um ein Mädchen gestritten. So war das früher, bei den richtigen Jungs. Heute ist es wohl eher wichtig, dass die Haare gut geföhnt sind … 😉
Zurück. Besser hoch. Viele Treppen hoch, Richtung Waitzdorf. Von dort zu den „Waitzdorfer Aussichten“ (Tipp!), über Goßdorf Richtung Kirnitzschtal, von da zum Highlight des Tages. Die Schrammsteine. Von da zurück ins Kirnitzschtal, Haltestelle Beuthenfall. Die Kirnitzschtalbahn – Erinnerungen an Wandertage mit der Schulklasse werden wach… – bringt uns wieder nach Bad Schandau.

Malerweg – Etappe 03/05

Start: Kirnitzschtal/Beuthenfall
Ende: Schmilka
Stationen: … es hat geregnet. Die Kamera blieb in der Tasche, warum auch immer?
Über den Kuhstall ging es zum Großen Winterberg. Der Linseneintopf hat sich gelohnt und das Bier auch – wir mussten ja schließlich „trocknen“ ohne „auszutrocknen“.
Vom Großen Winterberg ging es wieder in Richtung Elbe, genauer nach Schmilka.
Zum Bio-Bier … 🙂
Die nachfolgenden Bilder werden es ohnehin veraten …
Nachtrag: Die Bilder sind aus dem Jahr 2016 – hier bin ich erneut den Malerweg gelaufen. Nicht ganz, dafür mit extra Etappen. Die „Stiegen- und Steigentour“ … Dazu später mehr.
Jedenfalls war das Wetter 2016 besser – daher auch die aktuelleren Bilder, jedoch ohne dem Winterberg, den hatten wir ausgelassen …

Malerweg – Etappe 04/05

Start: Schmilka
Ende: Königstein
Stationen: Los geht es an der Fähre in Schmilka, um anschließend gemütlich in den Tritt zu kommen. Die ersten Kilometer verlaufen recht unspektakulär, dafür entspannt mit schönen Blicken über Wiesen/Felder. Bis zum ersten Anstieg auf den Papststein. Verdienter Kaffee! Überhaupt eine lohnenswerte Gastronomie mit Erinnerungen an das Flair der Deutschen Demokratischen Republik. Keine Angst, die Bedienung wurde ausgewechselt, das Sortiment auch. Der Blick vom Papstein, wie auch vom benachbarten Gohrischstein ist einmalig. Und jeden (Höhen-)Meter wert! Vom Gohrischstein geht es auf den Pfaffenstein mit seiner Barbarine (die wohl bekannteste Felsnadel der Sächsischen Schweiz). Die Gastronomie lädt zum Verweilen ein, danach schnurstracks nach Königstein, wo unser Fahrer Micha wartete.

Malerweg – Etappe 05/05


Start: Königstein
Ende: Pirna
Stationen: Die letzte Etappe verläuft recht „nüchtern“, erwähnenswert ist die „Schokolade in Thürmsdorf„. Mein persönliches Highlight für den Tag ist (nebst Gastronomie) der Rauenstein. Ansonsten wurden wir das Gefühl nicht los, dass der Weg ab dem Rauensetinkünstlich nach Pirna gezogen wurde. Na ok – wir nehmen es sportlich und laufen den Malerweg bis zum Schluß. Nach Pirna.


Fazit

Der Malerweg ist jeden seiner rund 120 Kilometer wert. Bei der Wiederholung verzichteten wir auf die letzte Etappe und haben uns dafür mehr in der „Schrammstein-Region“ umgesehen. Dort gibt es wesentlich mehr Highlights, wie der eigentliche Malerweg zeigt. Verlassene, nicht mehr eingezeichnete Wege. Teils mit Stiegen/Steigen – abenteuerlicher und Abseits vom Mainstream.
Zurück zum eigentlichen Weg. Dem Weg der Maler mit seinen 8 (empfohlenen) Etappen.
Er ist sehr gut ausgeschildert, man braucht eigentlich weder Karte noch Elektronik. Wobei eine Karte* auf jeden Fall dabei sein sollte. Wisst ihr ja …
Technisch ist der Weg eher anspruchslos, mit seinen Höhenmetern jedoch teils sportlich. Unterwegs trifft man Gleichgesinnte, Zeit für sich hat man jedoch genug. In den Ferien und an Feiertagen würde ich persönlich die Hauptattraktionen meiden, man steht dann Schlange.


Ausrüstung – Navigation/GPS:
Garmin 910 XT*
Phone 5s* mit vorinstallierter Offlinkarte und dem geplanten Track von „outdoractive.de„, eine klassische Karte* aus Papier war sicherheitshalber dabei, braucht man aber nicht, der Weg ist gut ausgeschildert …)
Intenso Powerbank A5200* – für alle Fälle 😉
Mammut T-Base Stirnlampe* – davon habe ich mehrere, im Auto, im Rucksack, zu Hause …
Tool

Ausrüstung – Fotografie:
Fuji X PRO 2 (damals noch Version 01)* – sie ist leicht!!!, robust und liefert 1A Bilder…!
18 mm Fujifilm Fujinon XF 18mm F2 R Objektiv*
32 mm Carl Zeiss 32 mm / F 1,8 TOUIT-Objektiv*
2 Zusatzakkus*, gleich mit Ladegrät

Ausrüstung – Klamotten:
HANWAG Tatra* (mein Schuh!)
Rohner Wandersocken*
Wanderhosen Haglöf Rugged*
Jacke Haglöf Rugged*
Rucksack*

Hier noch Bilder aus „sonnigeren“ Zeiten – in den Schrammsteinen …


Wollt ihr den Weg auch laufen?
Habt Fragen?
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