Libanon, Beirut

März 2017. Wohl einer der wirklich schönen Jobs – gemeinsam mit La Folia Barockorchester in den Libanon. Eingeladen zum Al Bustan Festival in Beirut. Unterwegs um die Reise des Orchesters zu dokumentieren. Für Presse und Archiv der „Rockstars“.

Ok – Reisevorbereitungen stehen an …

Das beschränkt sich sonst auf die gebrauchte Foto-Technik, Klamotten und was zum Pennen.
Klar Wohnmobil wäre … Wäre sicher ein irre Reise. Aber eben irre – Punkt.
Hotel war durch den Client gebucht, exzellente Wahl – passend zum Festival das „Hotel Al Bustan“ in Beirut. Wunderschöne, ruhige Lage mit phantastischem Blick über die Stadt.
Etwa 20 Autominuten zum Zentrum.
Etwa 20 Minuten und 15 Dollar für’s Taxi. Aus „etwa“ können auch gern 2 Stunden durch den völlig „abgefahrenen“ Verkehr werden. So, wie es auch 45 Dollar für das Taxi werden können … 😉
Zurück zu den Vorbereitungen.
Beirut liegt in etwa 185 km von Homs, Syrien entfernt …
So liegt es nahe, auf der Website des Auswärtigem Amtes vorbei zu schauen.
Nur mal ein Auszug: „In der Nähe der syrischen Grenze, derzeit vor allem in der Gegend um Arsal, besteht für Ausländer erhöhte Entführungsgefahr.“* oder „Der Syrienkonflikt wirkt sich negativ auf die Sicherheitslage in Libanon aus. Zwischen September 2013 und Februar 2014 kam es in Libanon bei einer Serie von Autobombenanschlägen, die meist gegen bestimmte konfessionelle Gruppen gerichtet waren, zu über 100 Toten.“* …
Und nun?
Machen! Reisen! Entdecken! Neugierig sein! Klar, auch vorsichtig.
Um es kurz zu machen, die ein oder andere schwer bewaffnete Strassen-Patrouille, Panzer und zerschossene Häuser in der Innenstadt sowie täglich mehrfacher Stromausfall waren wohl die „schlimmsten“ Beobachtungen vor Ort. Bis auf den Stromausfall auch immer mehr in Europa zu beobachten …

Vielleicht eins noch zur Vorbereitung – das Visum.
Hier wird unterschieden zwischen privat oder beruflich reisend.
Reist privat! Das ist weniger aufregend. Das Visum kann im Flugzeug beantragt werden.
Mehr Info’s gern persönlich.

Fazit

Nach 4-tägigem Aufenthalt, einer privat organisierten Führung (englisch-sprachiger Kontakt gern auf Anfrage) – quer durch die nicht „touristen-liken“ Gegenden der Stadt sowie ganz herzlichen Bekanntschaften kann und muss ich sagen – Beirut ist eine wirklich schöne, sehenswerte Stadt! Voller Energie und Lebensfreude.
Im Netz wird Beirut auch als das „Paris des Nahen Osten“ zitiert. Rein optisch mag das auch mal so gewesen sein, heute erinnern nur noch wenige, mit Einschusslöchern aus dem Bürgerkrieg versehene, alte, wunderschöne Häuser daran. Die Stadt wächst, imho zu einer modernen Metropole.

Eins meiner persönlichen Highlights war die tägliche Fahrt mit dem Taxi. Zur Rushhour steht der Verkehr im heißen Staub der Stadt. Blinker, Ampeln, Hinweisschilder sind Empfehlungen. Die Hupe ersetzt unsere STVO.
Abschließend ein O-Ton des Deutschen Botschafters: Herr Gaens Sie müssen wissen, in Beirut leben 18 Religionen unter einem Dach. Es ist souverän, wie offen die hier lebenden Menschen sind, eine fortschrittliche, moderne Stadt …
So möchte ich es gern stehen lassen.
Wie schon oben geschrieben, ich würde jederzeit wieder nach Beirut reisen.


* Quelle: Auswärtiges Amt

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